Hybrider Hackathon: InnoDays Bodensee 2020 | Zusammenfassung & Rückblick

3 UNTERNEHMEN, 100+ TALENTE, 48 STUNDEN ZEIT

Bei der ersten hybriden Auflage der InnoDays Bodensee 2020 standen innovative Ideen zu drei spannenden Unternehmens-Challenges im Vordergrund. „Von der Idee zum Prototyp in 48 Stunden“ – unter diesem Motto arbeiteten über 100 kreative Köpfe aus der Vierländerregion virtuell sowie physisch zusammen, um innovative Lösungsansätze zu aktuellen Fragestellungen der drei teilnehmenden Unternehmen zu entwickeln. Das Event hatte zudem auch internationalen Charakter: Eine Gruppe von Student*innen aus Korea arbeitete parallel an Security-Aspekten der drei Challenges.

UNTERNEHMENS-CHALLENGES

Für S.I.E sollten die jungen Talente neue Ideen und Anwendungen für die Vision der „Healthcare-Box“ erarbeiten. Die Healthcare-Box gilt als zentrales physisches Gerät, das im Haushalt als zentrale Anlaufstelle für alle Gesundheitsfragen fungieren soll.

Die Herausforderung des Getränkeherstellers Rauch Fruchtsäfte drehte sich darum, neue Ideen zu Produkten und Geschäftsmodellen zu finden, die die Gesundheit der Menschen und unseres Planeten unterstützen.

Bei Rhomberg Bau ging es um „Spot“, einen flinken und widerstandsfähigen Roboter, der von Boston Dynamics entwickelt wurde. Konkret wurde die Frage gestellt, wie Spot eingesetzt werden kann, um die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen zu fördern.

      

VERBINDUNG VON PHYSISCHEN UND VIRTUELLEN ELEMENTEN

Nach drei erfolgreichen virtuellen Events wurden die InnoDays Bodensee 2020 das erste Mal in einem hybriden Format durchgeführt. Aber was genau bedeutet hybrid? Neben der Zusammenarbeit mit verschiedenen virtuellen Werkzeugen, gab es die Möglichkeit der Nutzung persönlicher Komponenten vor Ort, am CAMPUS V in Dornbirn.

Zentraler Punkt des Geschehens war das InnoDays Studio, welches im designforum des CAMPUS V seinen Sitz fand. Vom InnoDays Studio wurden die Eröffnung sowie das Finale per Livestream übertragen. Zudem gab es die Möglichkeit einer begrenzten Personenanzahl vor Ort mit dabei zu sein. Durch das InnoDays Studio konnte das spannende Rahmenprogramm live mitverfolgt werden. Dabei gab es drei thematische Paneldiskussionen mit Expert*innen zu den Unternehmens-Challenges sowie drei weitere Panels zum Thema Innovation, die ebenfalls per Livestream übertragen wurden.

Unter Einhaltung aller COVID-19 Sicherheitsvorkehrungen nutzten 30 Teilnehmer*innen die physischen Arbeitsplätze am CAMPUS V. Hier gab es zusätzlich die Möglichkeit des physischen Prototyping in kleinen Gruppen im „Makerlab“ der Digitalen Initiativen sowie „Walk the dog“ mit Spot, dem Roboterhund der Herausforderung „Circular Construction“.

ZU DEN INNODAYS

Ziel war es, innerhalb von 48 Stunden, gemeinsam in interdisziplinären Teams aus einer Idee einen Prototypen zu entwickeln. Dank verschiedener virtueller Werkzeuge konnten Teilnehmer*innen ohne geografische Hindernisse vor Ort sowie von zu Hause aus zusammenarbeiten. So wurde für die allgemeine Kommunikation das Tool „Slack“ genutzt, virtuelle Meetings und Mentoring erfolgte über „Zoom”, und zur Unterstützung des Innovationsprozesses der einzelnen Gruppen wurde die Plattform „Sprintbase“ verwendet. Um die Aufgaben erfolgreich zu lösen, erhielten die Teams Unterstützung von internationalen Mentor*innen, welche virtuell mit den Teams kommunizierten.

SIEGER-TEAMS MIT VIELVERSPRECHENDEN IDEEN

Der Sieg der S.I.E-Challenge ging an das Team „Aid runners“ für für die Idee eines ChipBots. Dabei handelt es sich um ein integriertes System, das einen intelligenten ChatBot, eine App, und ein smartes Armband kombiniert, um Gesundheitsindikatoren zu messen und die Interaktion zwischen Patient*innen und Arzt effizient zu managen.

In der Rauch Fruchtsäfte-Kategorie gewannen  gleich zwei Teams: „Crazy Pack“ und „Planet Hero“. Crazy Pack überzeugte mit einem innovativen und nachhaltigen Verpackungskonzept, das über einen QR-Code auf der Verpackung mehr Informationen zum Produkt liefert und nachhaltiges Verhalten fördern soll. Planet Hero punktete dagegen mit einer smarten Recycling-Maschine.

Beim Wettbewerb für „Circular Construction“  setzte sich das Team „Spotless“ mit einer  Anwendung namens „SMS (Spot Management System)“ durch, welche den Roboterhund Spot als alltäglichen Mitarbeiter sieht, der verschiedenste Aufgaben – beispielsweise in den Bereichen Sicherheit oder Dokumentation – übernehmen kann.

Für die Teilnehmer*innen boten die InnoDays eine hervorragende Möglichkeit Einblicke in den Unternehmensalltag zu bekommen, ihre Fähigkeiten zu beweisen, relevante Kompetenzen aufzubauen und enge Kontakte zu Top-Unternehmen zu knüpfen. Die besten Teams werden nun von den Unternehmenspartnern eingeladen, um ihre innovative Idee umzusetzen. Alle Unternehmensvertreter*innen waren beeindruckt von der Kreativität der Lösungen, die die Teilnehmer*innen aufzeigten.

 

©Hannes Thalmann, IBH | Alexandra Folie & Tina Blaser, WISTO